![]() |
Guten Tag: begeistert durch mein Besuch im Museum Vivant Du Cheval in Chantilly bei Paris und aus Mangel an Informationen zum selbigen in deutscher Sprache habe ich mich entschlossen zu diesem Museum eine deutsche Webseite zu gestalten. |
|
MENU
Gastbeiträge: Pferde-Kredit Seite1 Pferde-Kredit Seite2
TrackBacks |
Als Richard Nixon im Jahre 1968 den französischen Ort Chantilly besuchte, rief er erstaunt und etwas sauer aus: „Warum hat man mich bereits sieben Mal nach Versailles gebracht und kein einziges Mal hierher?“ Der Name des kleinen Städtchens Chantilly, das sich 48 Kilometer nördlich von Paris befindet, steht für Kunst, Kultur und Pferde. Dort befindet sich die ehemalige Domäne der adeligen Familie de Condè. Zum bereits im 16. Jahrhundert für die Prinzen von Condè gebauten so genannten Petit Château wurde 1875 ein noch größeres Schloss hinzugefügt – das Grand Château – das für Henri d`Orlèans gebaut wurde.
Beide besetzen eine Fläche von 115 Hektar und beherbergen ein außergewöhnliches Museum. Das größere Schloss wurde in das so genannte Musèe Condè verwandelt, das Frankreichs wichtigster Sammlung historischer Gemälde neben dem Louvre besitzt. Da befinden sich viele wichtige Werke von Poussin, Ingres, Delacroix, Frau Angelico, Van Dyck sowie ganze drei Gemälde Raphaels. Neben bildender Kunst sind auch die Appartements des Prinzen zu besichtigen, die von unermesslichem Reichtum und großer Raffinesse zeugen. Eine kleine Kapelle sowie eine Bibliothek, die über 13.000 Bücher verfügt, darunter auch manche Raritäten, sind ebenfalls im Schloss zu bewundern. Das Musèe Condè ist jedoch keine bloße Anhäufung von Kunstgegenständen aus dem westeuropäischen Raum, sondern eine bemerkenswerte Sammlung von Artefakten aus Pompeji, ägyptischen Statuen, Jagdtrophäen sowie Gegenstände, die eine märchenhafte Stimmung erzeugen wie etwa armförmige Wandleuchter, die an Jean Cocteaus surrealistischen Film „Die Schöne und das Beast“ erinnern. Ein Highlight ist die Galerie mit 44 Butzenscheiben, die den Mythos “Amor und Psyche“ in Bildern nacherzählen.
Der „Hinterhof“ des Schlosses ist ein wunderschöner, sich über einen Quadratkilometer erstreckender Park mit einem Venus-Tempel, einem kleinen „Hamlet“ nachempfundenen Labyrinth und einer Anhäufung nostalgischer Bauernhäuser, in denen die Oberschicht zu Zeiten Marie Antoinettes das einfache Landleben genossen hat. Ein Spaziergang im Wald von Chantilly ist ebenfalls zu empfehlen. Im späten 17. Jahrhundert beauftragte der Grand Condè - der Bruder des Königs - den berühmten Gartenanleger Andrè Le Nôtre, Wege im 6.300 Hektar großen Wald anzulegen und ihn auf diese Weise funktionaler zu machen. Das Resultat war verblüffend: Le Nôtre, der bereits den Garten von Versailles geschaffen und dessen Name für vorbildliche Gartenkunst in ganz Europa stand, verwandelte den Wald von Chantilly in einen wunderschönen wilden Park mit Reitwegen, die so lang geradeaus führten, dass sie sich mit dem Horizont zu vereinen schienen. Mit den ausgebauten Reitwegen im Wald war dieses Gebiet bestens für die Entwicklung der Pferdekultur geeignet. Museum Vivant Du Cheval Grandes Ecuries, Chantilly 60242, Frankreich Tel.: 00 33 3 44 57 40 40 Internetadresse: http://www.museevivantducheval.fr/ E-Mail: museevivantducheval@wanadoo.fr |
|
Musées dans le département Oise www.musee-vivant-du-cheval.fr. 12. Potager
des Princes. Info 60500 Chantilly 13. Abbaye de Chaalis. Info 60300
Fontaine Chaalis |
Impresum: Michael Bablinski - Buchnerstr. 16 - D-35415 Pohlheim
Tel.: 0160-93077081